23.05.2013

Entwicklungszusammenarbeit auf dem Prüfstand

3Sat-Moderator Gert Scobel diskutiert heute Abend mit seinen Gästen die großen Linien und Veränderungen der Entwicklungszusammenarbeit. Dabei soll ein kritischer Blick hinter die Kulissen staatlicher und nichtstaatlicher Entwicklungspolitik geworfen werden, die sich angesichts von Globalisierung und Klimawandel von der Entwicklungshilfe der 1960er Jahre zu einer Art Weltinnenpolitik gewandelt hat.
Wie lassen sich Lebensbedingungen langfristig verbessern? Und wieviel nationalstaatliches Eigeninteresse ist zulässig? Zu Gast im Studio sind der Diplomat Jan Feyer, der Wirtschaftswissenschaftler Hartmut Sangmeister und der Ökonom Pedro Morazán, der am Südwind-Institut arbeitet [3Sat/PK].

23.05.2013, 21:00 - Uhr, 3Sat
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15.05.2013

Textilunternehmen unterzeichnen Sicherheitsabkommen für Bangladesch

Nach den Katastrophen in Bangladeschs Textilfabriken gerät Bewegung in die internationale Textilbranche. Bis vorgestern haben 18 große Modeunternehmen ein von der Kampagne für Saubere Kleidung initiiertes Sicherheitsabkommen unterzeichnet, darunter H&M, C&A, Tchibo, Aldi und Kik. Die Unternehmen verpflichten sich im "Accord on Fire and Building Safety in Bangladesh", bei ihren Zulieferbetrieben innerhalb von fünf Jahren ein System für Feuer- und Gebäudesicherheit umzusetzen und regelmäßig durch unabhängige Kontrolleure überprüfen zu lassen. Die Frist für die Zeichnung des Abkommens läuft heute um Mitternacht ab.
In Bangladesch, einem Zentrum der internationalen Textilherstellung, ist es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Katastrophen in Textilfabriken gekommen. Beim Einsturz eines Hochhauses im Distrikt Savar, in dem mehrere Textilfabriken untergebracht waren, sind am 24. April mehr als 1.100 Menschen ums Leben gekommen. Nichtregierungsorganisationen weisen seit Langem auf laxe Sicherheitsbestimmungen und unzumutbare Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie hin [CB].

Zum Sicherheitsabkommen [PDF]
Zur Petition "Stoppt das Töten"


09.05.2013

EU: Entwicklungspolitik hat gegenüber Handelsinteressen das Nachsehen

Die Handelsinteressen der EU stehen häufig den Entwicklungsstrategien von Partnerländern des globalen Südens entgegen. Das ist kein Geheimnis. Im PCD-Vertrag haben sich die EU-Länder 2009 ("Policy Coherence for Development") verpflichtet, verschiedene Politikfelder miteinander in Einklang zu bringen, um dem entgegenzuwirken - darunter Handel und Finanzen, Klimawandel, Ernährungssicherheit, Migration und Sicherheit. Doch was bedeutet in diesem Zusammenhang "Einklang"? Mario Negre vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) befürchtet: "Entwicklung könnte (...) als Instrument zur Verfolgung anderer außenpolitischer Interessen wie dem Handel enden" [CB].

Zum Beitrag auf www.die-gdi.de

08.05.2013

Gestrandet im Norden Afrikas

Fast täglich versuchen Flüchtlinge von Nordafrika aus nach Europa zu gelangen. Oft bezahlen sie die Reise auf überfüllten Booten mit dem Leben. Manche versuchen, die Grenzzäune der spanischen Exklaven Ceuta und Melilla im Norden Marokkos zu überwinden - denn dort ist Europa ganz nah. Wie Alexander Göbel im Deutschlandradio Kultur berichtet, endet der Traum vom besseren Leben für viele Flüchtlinge in einem Auffanglager [dradio.de/PK].

Zum Beitrag

17.04.2013

Die Erste Fair-Trade-Maus der Welt?

Jeder will es, aber niemand wirklich: elektronische Geräte nach rein ökologisch-ethischen Kriterien herstellen. Die großen Konzerne bemühen sich erst gar nicht. Eine junge Frau aus Oberbayern hat es wenigstens versucht - und die erste Fair-Trade-Maus der Welt entwickelt. sueddeutsche.de-Autor Alex Rühle hat sie besucht [CB].

Zum Artikel auf sueddeutsche.de
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